Inhalt ab 2018

ab diesem Jg. erscheint die zeitgeschichte bei V&R unipress, Göttingen


Heft 1: Gewalteskalation und Kriegsgräuel im Ersten Weltkrieg
(hg. v. Wolfgang Weber/Adina Seeger)

Gewalt, Gräuel und Verbrechen sind drei Fahnenwörter, mit welchen das Elend des Ersten Weltkrieges beschrieben werden kann. Im vorliegenden Heft werden neue Forschungen zur Gewalteskalation des Ersten Weltkrieges präsentiert und daraus resultierende Diskurse in den Kriegs- und Nachkriegsgesellschaften nachgezeichnet.Hannes Leidinger erörtert den Einfluss der k.u.k. Kriegsverbrechen auf die posthabs-burgische Gesellschaft und ihre innenpolitischen Diskurse in der Ersten Republik. Verena Moritz analysiert in ihrem Beitrag die Behandlung von Kriegsgefangenen als Gegenstand der österreichischen Pressepropaganda von 1914 bis 1918. Daniel Marc Segesser setzt sich am Beispiel internationaler juristischer Debatten über Gewalt, Gräuel und Verbrechen mit dem Diktum des Ersten Weltkrieges als Katastrophe der Wissenschaft auseinander. Oswald Überegger untersucht am Beispiel des Bewegungskrieges diverse Faktoren der Gewalteskalation in militärischen Offensiven.

Heft 2: Krieg und Fotografie. Neue Aspekte einer alten Beziehung in transnationaler und postkolonialer Perspektive (hg. v. Markus Wurzer/Birgit Kirchmayr)
Die Verbindungslinien zwischen Fotografie und Krieg sind vielfältig. Bereits seit rund drei Jahrzehnten sind diese Gegenstand historischen Erkenntnisinteresses. In den letzten Jahren haben kultur- und medienwissenschaftlich informierte Ansätze fotogeschichtliche Grundlagen erweitert und neue Fragestellungen geöffnet. Nachdem lange Zeit vor allem Fotografie aus den Weltkriegen forschungsrelevant gewesen ist, rücken nun auch fotografische Praktiken im Kontext anderer Konflikte in den Fokus. Das vorliegende Heft schließt an diese innovativen Forschungstendenzen an und versammelt vier Beiträge, die sich unterschiedlicher Ansätze bedienend mit Fotografien aus Kriegen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beschäftigen, die geografisch außerhalb oder an den Rändern Europas stattfanden. Welche Vorstellungen (re-)produzierten Fotografien im Kommunikationszusammenhang des Krieges von der Welt, vom Eigenen und Fremden sowie von Machtbeziehungen? Wie wurden sie dazu von AkteurInnen angeeignet, verwendet, missbraucht und wie wurden dabei bestehende Deutungen affirmiert, modifiziert oder gebrochen?


Die Jahrgänge 1973 - 2017 finden Sie auf der Internetplattform ANNO / AustriaN Newspapers Online bei der Österreichischen Nationalbibliothek.