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Publikationen

100 Jahre Arbeitsmarktverwaltung. Österreich im internationalen Vergleich

Herausgegeben von: Mathias Krempl und Johannes Thaler

In den meisten europäischen Staaten wurden seit dem Ersten Weltkrieg staatliche Arbeitsämter errichtet, die innerhalb weniger Jahre zu einem unverzichtbaren sozialpolitischen Phänomen der europäischen Wohlfahrtsstaaten wurden. Arbeitsmarktbehördliche Instrumente spielten in weiterer Folge in den Diktaturen Österreichs und anderen europäischen Staaten eine tragende Rolle und prägten darüber hinaus die Sozialpolitik Japans und Brasiliens. Die Autoren beleuchten in Überblicksdarstellungen und Beiträgen zu speziellen arbeitsmarktpolitischen Aspekten die Geschichte der österreichischen Arbeitsämter. Ziel dabei ist, sie in einen größeren sozialhistorischen und internationalen Kontext zu stellen.

Zeitgeschichte im Kontext - Band 12
1. Auflage 2017
Preis: EUR 50.00
Erhältlich bei: Vienna University Press bei V&R unipress

Österreich im Kalten Krieg. Neue Forschungen im internationalen Kontext

Herausgegeben von: Maximilian Graf und Agnes Meisinger

Die Beiträge des Bandes liefern wichtige Ergänzungen zum relativ gut erforschten Besatzungsjahrzehnt (1945–55), greifen neue Themen auf und sind um eine Einbettung der Untersuchungen zu Österreich in internationale Forschungsdebatten bemüht. Neben Fragen der internationalen Perzeption der Politik Österreichs greift der Band insbesondere rezente Fragestellungen wie die vieldimensionale atomare Herausforderung, kulturelle transnationale Interaktionen ebenso wie staatliche Repräsentationen in diesem Feld auf. Die ausgewogenen und fundierten Analysen beleuchten viele bisher nur wenig bekannte Aspekte, relativieren bisher tradierte Mythen und zeigen auf, wie wünschenswert neue Forschungen zu Österreich im Kalten Krieg sind.

Zeitgeschichte im Kontext - Band 11
1. Auflage 2016
mit 5 Abbildungen gebunden
Preis: EUR 45.00
Erhältlich bei: Vienna University Press bei V&R unipress

Migration und Innovation um 1900. Perspektiven auf das Wien der Jahrhundertwende

Herausgegeben von: Elisabeth Röhrlich
Unter Mitarbeit von: Agnes Meisinger

In den Jahrzehnten um 1900 entwickelte sich Wien zu einer der größten Städte Europas. Die Zuwanderung aus allen Teilen der Habsburgermonarchie bedingte jene Diversität, welche die Großstadt Wien erst zur Metropole werden ließ. Viele Protagonisten des kulturellen Booms der Jahrhundertwende waren Zuwanderer der ersten und zweiten Generation. Der Band versammelt Beiträge von österreichischen und internationalen Forschern und Forscherinnen, die sich dem Zusammenhang von Migration und Innovation während der Wiener Jahrhundertwende widmen. Sie beleuchten die diversen Entwicklungen in Kunst, Kultur, Theater, Musik, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik und geben detaillierte Einblicke in die unterschiedlichen Zuwanderungsgeschichten, welche das Fin de Siècle prägten. Dabei werden Fragen von Identitätskonstruktionen, Netzwerken und kulturellen Transfers neu in den Blick genommen.

2016, 527 S.
33 s/w-Abb.
24 x 17 cm
Gb.
Preis: EUR 50.00
Erhältlich beim Böhlau Verlag

Arbeitsmarktverwaltung in Österreich 1917-1957. Bürokratie und Praxis

Mathias Krempl, Thaler Johannes

Die Erfahrungen des Ersten Weltkriegs im Zusammenhang mit der Demobilisierung zeigten, dass es staatlich koordinierter Mechanismen bedurfte, um der Arbeitslosigkeit strukturell entgegentreten zu können. Diese Aufgabe zählte zu den Kerngeschäften des weltweit ersten Sozialministeriums, welches noch in der Monarchie unter dem "Ministerium Seidler" 1917 geschaffen wurde. Die Zuständigkeit der Arbeitsmarktbehörden auf österreichischem Gebiet beschränkte sich im Betrachtungszeitraum aber bei Weitem nicht nur auf die Arbeitsmarktverwaltung im engeren Sinn. Wie stark spätere Verwaltungsaufgaben von den ursprünglichen Kernaufgaben abwichen, zeigt die massive Einbindung der (Landes-)Arbeitsämter in die Schaffung und Beseitigung diktatorischer Strukturen: Im Austrofaschismus betrieben die Ämter massiv parteipolitisch motivierte Arbeitsvermittlung. Im Nationalsozialismus betrug der Anteil der von den Arbeitsämtern verwalteten ZwangsarbeiterInnen im Jahr 1944 ein sattes Drittel der Arbeitskräfte. Andererseits schien die Arbeitsmarktverwaltung am Beginn der Zweiten Republik bis zur "Belastetenamnestie" von 1957 ganz im Zeichen der Entnazifizierung zu stehen. Im vorliegenden Buch werden die institutionellen und materiellen Rahmenbedingungen der österreichischen Arbeitsmarktverwaltung untersucht und die archivarisch überlieferte Behördentätigkeit kontextualisiert. Ein seperater Abschnitt befasst sich mit den Eliten des Behördenapparats und geht der Frage nach personellen Kontinuitäten und Diskontinuitäten durch politische Umbrüche und Regimewechsel auf den Grund.


Arbeitsmarktverwaltung in Österreich 1917-1957. Bürokratie und Praxis
332 Seiten, 1. Auflage, 30.11.2015
Reihe: Zeitgeschichte
ÖGB-Verlag, ISBN 978-3-99046-178-5
kartoniert, 17 x 24 cm
Preis: EUR 36,00
Erhältlich im ÖGB-Verlag

Der Campus Vienna Biocenter. Entstehung, Entwicklung und Bedeutung für den Life Sciences-Standort Wien

Maria Wirth 

Die Life Sciences haben sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einer Disziplin entwickelt, der in der Forschungs- und Wissenschaftspolitik große Aufmerksamkeit geschenkt wird. Mit dem Campus Vienna Biocenter beherbergt die Stadt Wien einen international renommierten Standort, der universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen ebenso wie eine Fachhochschule, biotechnologische Firmen und Akteure aus dem Bereich der Wissenschaftskommunikation verbindet. Der Campus gilt heute nicht nur als "Hot Spot" der Wiener Biowissenschaften und als einer der bedeutendsten Life Sciences-Standorte in Österreich. Von ihm sind immer wieder auch wichtige Impulse für die Forschungs-, Innovations- und Universitätslandschaft ausgegangen. Die Studie von Maria Wirth zeichnet seine Geschichte von den 1980er Jahren bis in die Gegenwart nach und verortet diese im forschungspolitischen Kontext. Sie beleuchtet die Genese seiner Institutionen und Gebäude im Zusammenspiel von Unternehmen, Politik und Wissenschaft und analysiert seine Bedeutung für den Forschungs- und Innovationsstandort Wien sowie die Universitäten.

Innovationsmuster in der österreichischen Wirtschaftsgeschichte - Band 8
1. Auflage 2013
180 Seiten
ISBN: 978-3-7065-5305-6
Erhältlich bei: Studien Verlag

Der lange Schatten des Antisemitismus. Kritische Auseinandersetzungen mit der Geschichte der Universität Wien im 19. und 20. Jahrhundert

Oliver Rathkolb (Hg.)

Dieser Band steht im Zeichen der kritischen Auseinandersetzungen mit der Geschichte der Universität Wien im 19. und 20. Jahrhundert. Neben Nobelpreisträger Eric Kandel, der über die Kontakte zwischen Juden und Christen im Wien der Jahrhundertwende schreibt, sind weitere hochkarätige Nationalsozialismus-ForscherInnen vertreten, etwa der deutsche Historiker Götz Aly. Die Beiträge spannen den Bogen von Forschungen zu Gewalt und Antisemitismus an der Universität Wien seit der Badeni-Krise 1897 über die Situation jüdischer WissenschafterInnen an der Universität Wien vom Kaiserreich bis nach 1945 bis hin zu der Rolle, die einzelne Fakultäten wie die Rechtswissenschaftliche und die Philosophisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät gespielt haben. 

Zeitgeschichte im Kontext - Band 8
1. Auflage 2013
320 Seiten mit zahlreichen Abbildungen gebunden
ISBN 978-3-8471-0145-1
Erhältlich bei: Vienna University Press bei V&R unipress

Deutschlands »Drang nach Südosten«. Der Mitteleuropäische Wirtschaftstag und der »Ergänzungsraum Südosteuropa« 1931–1945

Carl Freytag

Im Jahr 1931 übernahm die Schwerindustrie an Rhein und Ruhr die Berliner »Deutsche Gruppe« des in Wien ansässigen »Mitteleuropäischen Wirtschaftstags« (MWT). Der Präsident des Vereins, Tilo von Wilmowsky, war als Protagonist einer technisierten und betriebswirtschaftlich geprägten Landwirtschaft und als Schwager von Gustav Krupp bestens geeignet, um ein Bündnis von »Rittergut und Hochofen« zu schmieden und − später zusammen mit dem IG-Farben-Direktor Max Ilgner und Ulrich von Hassell − Auswege aus der deutschen Export- und Agrarkrise zu finden.
In Distanz zur Rassenpolitik des Nationalsozialismus und teils in Konkurrenz zu dessen Außenwirtschaftspolitik wirkte der MWT 1931–1945 am Aufbau eines von Deutschland geführten Großwirtschaftsraums mit. Er versuchte, die Stellung des »freien Unternehmertums« im Rahmen eines »geordneten Kapitalismus« zu bewahren und mit Agrarprojekten die Lebensverhältnisse in Südosteuropa zu verbessern, um auf lange Sicht einen ergiebigen Absatzmarkt zu schaffen.

Zeitgeschichte im Kontext - Band 7
1. Auflage 2012
467 Seiten gebunden
ISBN 978-3-89971-992-5
Erhältlich bei: Vienna University Press bei V&R unipress

Das Jahr 1968 – Ereignis, Symbol, Chiffre

Oliver Rathkolb, Friedrich Stadler (Hg.)

Das Jahr 1968 bleibt Gegenstand öffentlicher Debatten und der zeitgeschichtlichen Historiografie zwischen Mythos-Pflege und kritischer Rekonstruktion. Diese Historiografie hat den Anspruch, die 68er-Generation und legitimatorische Strategien pro und contra 1968er-Bewegung aus gegenwärtiger Sicht zu deuten. 1968 steht international als Symbol für eine Dekade zwischen Revolution und Rebellion, den Widerstand gegen die offene und »strukturelle Gewalt« des gesellschaftlichen und politischen Establishments – als konkrete Utopie von einer anderen Gesellschaft.


Das bis heute in der Zeitgeschichte kontrovers dargestellte Jahr 1968 wird in diesem Band aus interdisziplinärer und internationaler Perspektive in Form von dichten Beschreibungen und Analysen behandelt: Die singulären Ereignisse werden kontextuell beschrieben, die aufgeladenen Symbole interpretiert und die mehrdeutigen Chiffren dekodiert. Nicht zuletzt wird dessen Historiografie zwischen Legitimation und Fundamentalkritik problematisiert.

 

Zeitgeschichte im Kontext, Band 1
1. Auflage 2010
294 Seiten, gebunden
ISBN 978-3-89971-666-5
Erhältlich bei: Vienna University Press bei V&R unipress

 

Oliver Rathkolb: Die paradoxe Republik. Österreich 1945 bis 2010

Aktualisierte Neuausgabe (Taschenbuch)

„Das Buch, kaum erschienen, wird bereits als Standardwerk gehandelt.“ (Die Zeit) – mit dieser Ausgabe erscheint Oliver Rathkolbs Werk zur Geschichte der Zweiten Republik nun in einer kompakten, grundlegend aktualisierten und gekürzten Neufassung, die bis in die unmittelbare Gegenwart reicht. In den vergangenen Jahrzehnten haben die Bilder, in denen sich Österreich spiegelte, gewechselt – vom „Bollwerk des Deutschtums im Osten“ über die „Brücke zwischen den großen politischen Blöcken“ zur „Insel der Seligen“ bis hin zum Außenseiter der EU. Als einer der renommiertesten österreichischen Historiker und zugleich hautnaher Zeitzeuge ergründet Rathkolb in zehn Kapiteln Kernthemen österreichischer Politik und Zeitgeschichte in den letzten sechzig Jahren. Darüber hinaus zeichnet er die Profile der Kanzler und wirft einen kritischen Blick auf die Perspektiven der Zukunft.

Oliver Rathkolb: Die paradoxe Republik
Österreich 1945 bis 2010
ISBN 978-3-85218-867-6
368 Seiten
HAYMON Verlag
Bestellung unter: order@studienverlag.at

Geschichtspolitik im erweiterten Ostseeraum und ihre aktuellen Symptome – Historical Memory Culture in the Enlarged Baltic Sea Region and its Symptoms Today

Oliver Rathkolb, Imbi Sooman (Hg.)

Seit dem Ende des Kalten Krieges ist die Auseinandersetzung mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts auch im erweiterten Ostseeraum geprägt von der Beschäftigung mit Geschichtspolitik und Erinnerung (Memory) sowie der Suche nach transnationalen vergleichenden europäischen Zugängen zu bisher nationalgeschichtlich geprägten Perspektiven.
Dieser Band analysiert den europäischen Raum im östlichen Norden am Beispiel der geschichtspolitischen Debatten seit 1991. Im Zentrum stehen zentrale historische Leitbilddebatten in den Transformationsphasen der estnischen, lettischen und litauischen Gesellschaften. Dabei hat die Reflexion über die kommunistische Diktatur einen hohen Stellenwert; ebenso die Auseinandersetzung mit Zweitem Weltkrieg und Holocaust. Als geschichtspolitische Kontrollgruppe werden Finnland, Schweden und Deutschland eingebunden.

Zeitgeschichte im Kontext, Band 4
1. Auflage 2011
214 Seiten, gebunden
ISBN 978-3-89971-803-4
Erhältlich bei: Vienna University Press bei V&R unipress

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