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Mag. Dr. Peter Schwarz

Ausbildung:
Studium der Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Wien, Diplomarbeit zum Thema „‘Tulln ist judenrein!‘ Die Geschichte der Tullner Juden und ihr Schicksal 1938-1945: Verfolgung – Vertreibung – Vernichtung“, Dissertation zum Thema „Der Ballhausplatz 2 im Brennpunkt der NS-Diktatur 1938-1945: Die Kontextualisierung eines Herrschafts- und Machtzentrums aus politik-, struktur-, verwaltungs- und personengeschichtlicher Perspektive“.

Berufliche Tätigkeit:

Seit 2013 freier Wissenschaftler: u. a. Durchführung des vom Zukunftsfonds der Republik Österreich finanzierten Projekts „Univ.-Prof. Dr. Julius Tandler (1869-1936) und sein Verhältnis zu Eugenik, Rassenhygiene und ‚Euthanasie‘“; inhaltliche Mitgestaltung der Ausstellung „Die Straßenbahner und der Februar 1934“ im Auftrag der Wiener Linien; Recherchen für eine Pilotstudie zur historischen Aufarbeitung der Geschichte des Hauses am Ballhausplatz 2 in der NS-Zeit (im Auftrag von Sektionschef Dr. Manfred Matzka, Sektion I, Präsidium, Bundeskanzleramt Wien).
1995-2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) in Wien: u. a. Mitglied (Redakteur) der vom Amtsführenden Stadtrat für Kultur und Wissenschaft der Stadt Wien Dr. Andreas Mailath-Pokorny eingesetzten „Kommission zur Überprüfung der Grabwidmungen 1934-1938 in Wien“; Sachbearbeiter des Projekts „Die Rolle des BSA bei der gesellschaftlichen Reintegration ehemaliger Nationalsozialisten“; inhaltliche Mitgestaltung der Ausstellung im Otto-Wagner-Spital in Wien „Der Krieg gegen die ‚Minderwertigen‘ – Zur Geschichte der NS-Medizin in Wien“ (Gedenkstätte Steinhof) und der gleichnamigen virtuellen Ausstellung; Sachbearbeiter des BMBWK -Projekts „Erarbeitung der wissenschaftlichen Grundlagen der NS-Euthanasie in Hartheim 1940-1945“ (Projektleiter: Hon.-Prof. Dr. Wolfgang Neugebauer); mehr als 60 Publikationen zu verschiedenen Aspekten der österreichischen Zeitgeschichte (insbes. Exilforschung, Judenverfolgung, Justiz, Medizin, Medien, dezentrale Anstaltsmorde, NS-Herrschaftsstrukturen, Aufarbeitung von NS-Verbrechen und Entnazifizierung)

Preise:
Förderungspreis des Theodor-Körner-Fonds zur Förderung von Wissenschaft und Kunst (2006)
Förderungspreis der Stadt Wien für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Wissenschaften (2005)

Publikationen (Auswahl):
Monografien:
Julius Tandler – Zwischen Humanismus und Eugenik, Edition Steinbauer, Wien 2017.

„Stacheldraht, mit Tod geladen…“ Der erste Österreichertransport in das KZ Dachau 1938, hg. v. der Arbeitsgemeinschaft der KZ-Verbände und Widerstandskämpfer Österreichs, Wien 2008 (zus. mit Wolfgang Neugebauer).

Der Wille zum aufrechten Gang. Offenlegung der Rolle des Bundes Sozialistischer Akademiker (BSA) bei der gesellschaftlichen Reintegration ehemaliger Nationalsozialisten, hg. vom BSA, Czernin-Verlag, Wien 2005 (zus. mit Wolfgang Neugebauer).

„Tulln ist judenrein!“ Die Geschichte der Tullner Juden und ihr Schicksal 1938-1945: Verfolgung – Vertreibung – Vernichtung, Löcker-Verlag, Wien 1997.

Aufsätze und Beiträge:

Die Wiener Psychiatrie im Ersten Weltkrieg: Eine Geschichte im Spannungsfeld von Faradisationen, Humanversuchen und Hungersterben, in: Wiener Geschichtsblätter, 69. Jg., Heft 2/2014, S. 93-111.

„Die Opfer sagen, es war die Hölle.“ Vom Tremolieren, Faradisieren, Hungern und Sterben: Krieg und Psychiatrie in Wien 1914-1918, in: Alfred Pfoser / Andreas Weigl (Hg.), Im Epizentrum des Zusammenbruchs. Wien im Ersten Weltkrieg, Wien 2013, S. 326-335.

Österreich nach Hitler: Neuordnungspläne im österreichischen Exil, in: Claus-Dieter Krohn u. a. (Hg.), Handbuch der deutschsprachigen Emigration 1933-1945, 2. Aufl., Sonderausgabe, Darmstadt 2008, S. 660-678.

Österreichische politische Exilorganisationen, in: Claus-Dieter Krohn u. a. (Hg.), Handbuch der deutschsprachigen Emigration 1933-1945, 2. Aufl., Sonderausgabe, Darmstadt 2008, S. 519-551.

Die Aufarbeitung der NS-Medizinverbrechen und der Beitrag des DÖW, in: Bewahren – Erforschen – Vermitteln. Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, hg. v. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW), Wien 2008, S. 109-123 (zus. mit Wolfgang Neugebauer u. Herwig Czech).

Die politische Sozialisation von Julius Wagner-Jauregg: seine Mitgliedschaft in einer deutschnationalen Burschenschaft und bei der Großdeutschen Volkspartei GDVP, in: Wolfgang Neugebauer/Kurt Scholz/Peter Schwarz (Hg.), Julius Wagner-Jauregg im Spannungsfeld politischer Ideen und Interessen – eine Bestandsaufnahme. Beiträge des Workshops vom 6./7. November 2006 im Wiener Rathaus, Frankfurt/Main 2008, S. 37-55 (Wiener Vorlesungen, Forschungen: Bd. 3).

Mord durch Hunger – „Wilde Euthanasie“ und „Aktion Brandt“ am Steinhof in der NS-Zeit, in: Heinz-Eberhard Gabriel/Wolfgang Neugebauer (Hg.), NS-Euthanasie in Wien – Teil 2, Böhlau-Verlag, Wien-Köln-Weimar 2002, S. 113-141.

Emigration und Exil 1938-1945, in: Emmerich Tálos u. a. (Hg.), NS-Herrschaft in Österreich. Ein Handbuch, Wien 2000, S. 817-849 (zus. mit Siegwald Ganglmair).

Der Gerichtsakt Georg Renno als Quelle für das Projekt Hartheim, in: DÖW-Jahrbuch 1999, Wien 1999, S. 80-92.

NS-Justiz, Todesstrafe und Hinrichtung am Landesgericht Wien unter besonderer Berücksichtigung der zum Tode verurteilten jüdischen Opfer, in: Untersuchungen zur Anatomischen Wissenschaft in Wien 1938-1945, Senatsprojekt der Universität Wien (=„Projekt Pernkopf-Atlas“), Wien 1998, S. 93-145.

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